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Spielbericht: UHC vs. DCadA 2:5 (1:1)

Die Herren des Club an der Alster belegen nach dem 5:2 (1:1)-Sieg im Derby beim UHC Hamburg zumindest bis zum kommenden Samstag einen der Playoff-Plätze in der Feldhockey-Bundesliga. Der UHC verpasste es so, sich weiter von unten in Richtung gesichertes Mittelfeld abzusetzen und nach Punkten mit dem Lokalrivalen gleichzuziehen. Die Alsteraner verdienten sich am Mittwochabend unter Flutlicht den Sieg vor allem durch eine konzentrierte Defensivleistung.

Und so lobte Alster-Trainer Fabian Rozwadowski auch die Abwehrarbeit seines Teams: „Insgesamt geht der Sieg in Ordnung, weil wir wirklich wenig zugelassen haben heute. Da haben die Jungs ihren Job richtig gut gemacht. Auch spielerisch können wir sehr zufrieden sein, auch wenn die Phasen, in denen die Mannschaften das Momentum auf ihre Seite gezogen haben, immer wieder gewechselt haben.“

UHC-Coach Kais al Saadi kommentierte kurz: „Wir haben nicht gut genug gespielt, um heute gewinnen zu können, und doch hat Alster in der entscheidenden Phase auch die Hilfe des Schiedsrichters benötigt. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass Alster das Spiel verdient gewonnen hat.“

Der UHC kam vor rund 600 Zuschauern gut ins Spiel und ging durch einen Eckenschlenzer von Moritz Fürste auch nicht unverdient in Führung (4.). Doch lange behielt man nicht die Oberhand, denn Alster ließ sich vom frühen Rückstand nicht aus der Ruhe bringen, spielte geduldig weiter und glich ebenfalls per Strafecke durch Niklas Bruns aus (12.). Alster bekam das Spiel gut in den Griff und hielt immer, wenn der UHC wieder etwas mehr Zugriff zu bekommen schien, mit hoher Laufbereitschaft auch in der Rückwärtsbewegung dagegen, holte sich so die Initiative wieder zurück und kam immer wieder zu guten Kontern, die schon vor dem Pausenpfiff durchaus die Führung hätte einbringen können.

Auch im dritten Viertel hatte Alster das Geschehen zumeist gut im Griff, spielte schnell und geradlinig nach vorn und kontrollierte das Konterspiel des Gegners gut. Constantin Staib brachte sein Team dann in der 40. Minute auch erstmals in Führung.

Zu Beginn des Schlussviertels leistete man sich allerdings eine kurze defensive Auszeit, in der der UHC wieder mehr Zugriff bekam und noch einmal ausgleichen konnte. Gian Lucca Graffitti zog im Kreis direkt ab, der Schuss wurde noch leicht abgefälscht und trudelte so an Tim Jessulat, der auf dem falschen Fuß stand, über die Torlinie (49.). Doch der Siebenmeter nach einem vermeintlichen Foulspiel brachte die erneute Wende im Spiel. „Kann man geben“, meinte Rozwadowski. „Eine klare Fehlentscheidung in einer Phase, in der wir gerade wieder das Heft in die Hand nehmen konnten“, kommentierte al Saadi. Wie auch immer, Niklas Bruns verwandelte für Alster sicher (52.). In der Folge rannte sich der UHC mehrfach in der sicheren Alster-Abwehr fest und eröffnete damit Räume, die die Gäste zu gefährlichen Kontern nutzten. Und so gelang Jesper Kamlade mit zwei nahezu identischen Vorstößen über links mit argentinischem Abschluss (54. und 55.) die Entscheidung. Der UHC nahm noch den Torwart raus, doch das brachte nur noch eine Chance für Alster zum möglichen 6:2 ein, die aber nicht mehr genutzt werden konnte.
 
UHC Hamburg - Club an der Alster 2:5 (1:1)
Tore:
1:0 Moritz Fürste (4., KE)
1:1 Niklas Bruns (12., KE)
1:2 Constantin Staib (40.)
2:2 Gian Lucca Graffitti (49.)
2:3 Niklas Bruns (52., 7m)
2:4 Jesper Kamlade (54.)
2:5 Jesper Kamlade (55.)