Damen Deutscher Hallen-Meister 2018

Vierter Deutscher Hallen-Titel für Alsters Damen – Hockeyliga.de

Die Damen des Club an der Alster sind Deutscher Meister im Hallenhockey 2018! Die Hamburgerinnen besiegten in einem spannenden Finale, in dem es nach regulärer Spielzeit noch 2:2 gestanden hatte, den Düsseldorfer HC erst nach Penaltyschießen mit 4:3. Alsters Damen holten damit nach 2006, 2008 und 2009 den vierten Deutschen Meistertitel unter dem Hallendach.

„Das war für mich wahrscheinlich das härteste Finale überhaupt“, gestand Meister-Trainer Jens George nach dem Spiel ein. „Düsseldorf hat es uns mit einer starken Defensive sehr schwer gemacht. Da haben wir uns lange die Zähne ausgebissen. In der Halbzeit hatten wir auch viel aufzufangen. Das schnelle 1:2 hat uns natürlich geholfen, weiter an den Sieg zu glauben. Den verschossenen Siebenmeter haben wir zum Glück schnell aus den Köpfen bekommen, und vor dem Penaltyschießen hatte ich dann schon ein ganz gutes Gefühl.“

Natürlich sind wir enttäuscht, aber eigentlich hatten wir hier ein gutes Wochenende“, konstatierte Düsseldorfs Trainer Nico Sussenburger. „Wir haben in120 Minuten nur drei Gegentore bekommen. Heute haben wir leider aus unseren klaren Offensivaktionen und Kontermöglichkeiten zu wenig gemacht. Da müssen wir einfach konsequenter und souveräner sein. Im Penaltyschießen ist es dann ein bisschen Glück, ein bisschen Pech – diesmal halt mit dem besseren Ausgang für den Gegner.“

Die Partie begann mit viel Tempo, aber die Teams neutralisierten sich in der Anfangsphase über weite Strecken. Es war zu merken, dass beide Mannschaften zunächst darauf bedacht waren, Sicherheit zu gewinnen und defensiv gut zu stehen. Die ersten nennenswerten Kreisszenen hatte jedoch der Düsseldorfer HC, der über Alisa Vivot, Greta Gerke oder Teresa Martin Pelegrina starke Antreiberinnen hatte. Für Alster hatte Anne Schröder in der 15. Minute die erste echte Chance, aber aus der Abwehr der Torhüterin heraus entstand ein hervorragender Konter über Selin Oruz und Elisa Gräve, an dessen Ende Greta Gerke den Ball zur durchaus verdienten Führung über die Linie drückte (15.). Alster spielte fortan etwas defensiver, kontrollierte die Vorstöße der Düsseldorferinnen besser und konterte gefährlich – aber auch mit Pech. In der 26. Minute leitete Lisa Altenburg einen Konter ein, spielte Doppelpass mit Jessica Reimann, doch am Ende traf Altenburg den Ball nicht richtig und verzog links. Die Hamburgerinnen waren kurz vor der Halbzeit merklich am Drücker, nutzten aber zwei, drei gute Chancen nicht. Auch die erste Ecke, geschossen von Viktoria Huse, wurde von Greta Gerke mit dem Schläger abgeblockt (27.). Düsseldorf blieb aber ebenfalls gefährlich in einigen Szenen und ging letztlich auch nicht unverdient mit der knappen Führung in die Pause.

Alster kam druckvoller aus der Kabine, traf aber zunächst auf eine gut verteidigende Düsseldorfer Mannschaft. Mit fortlaufender Spielzeit allerdings fand Hamburg immer öfter mal eine Lücke. Nur Profit konnte man daraus noch nicht schlagen. Alster war jetzt aber am Drücker, holte sich Bälle und kam zum Abschluss. Doch den Treffer setzte Düsseldorf. Konter DHC über Alisa Vivot, Alster monierte einen hohen Ball, hörte auf zu spielen und Teresa Martin Pelegrina hob den Ball von rechts ins Alster-Tor (40.). Doch jetzt klappte es auch bei Alster. Anne Schröder passt nach einer kurzen Täuschung von links in die Mitte, wo Jessica Reimann freistehend der Anschlusstreffer gelang (42.). Alster presste nun, doch Düsseldorf hielt mit viel Engagement und hoher Laufbereitschaft dagegen. Düsseldorfs Elisa Gräve hatte in der 48. Minute plötzlich völlig frei auf links die Chance für eine mögliche Vorentscheidung, schob den Ball aber knapp am langen Pfosten vorbei. Aber in der 53. Minute traf Alster zum Ausgleich. Diesmal hatte der DHC auf einen Pfiff gewartet und Katharina Kirschbaum nutzte die Verwirrung im Kreis zum 2:2. Jetzt war Düsseldorf beeindruckt, musste die nächste Ecke hinnehmen. Der Schuss von der Ablage wurde auf der Linie mit dem Körper abgewehrt. Lisa Altenburg trat zum fälligen Siebenmeter an, verzog den allerdings knapp rechts (56.). Beide Teams suchten in der hektischen Schlussphase die Entscheidung, aber die musste im Penalty-Shootout fallen.

Alsters Jessica Reimann und Düsseldorfs Alisa Vivot verwandelten ihre Penaltys jeweils sicher, Anne Schröder wurde von DHC-Keeperin Nathalie Kubalski gefoult. Emily Kerner verwandelte den fälligen Siebenmeter zum 4:3 sicher. Weil das der letzte Treffer war – Greta Gerke, Lisa Altenburg und Sabine Markert scheiterten danach noch – feierte am Ende Hamburg über den Meistertitel.
 
Club an der Alster - Düsseldorfer HC 4:3 nP (2:2, 0:1)
Tore:
0:1 Greta Gerke (15.)
0:2 Teresa Martin Pelegrina (40.)
1:2 Jessica Reimann (42.)
2:2 Katharina Kirschbaum (53.)
 
Penalty-Schießen:
Jessica Reimann (getroffen, 3:2)
Alisa Vivot (getroffen, 3:3)
Jessica Reimann (getroffen, 4:3)
Greta Gerke (verschießt)
Lisa Altenburg (scheitert am Torwart)
Sabine Markert (scheitert am Torwart)